Gerhard Eckle

Oberstudienrat i.R., Pianist und Erforscher von dem "was nicht mehr umzustoßen ist" (Ranke), geboren am 23.November 1935 in Leutkirch i. Allgäu.

Klavierstudium bei Professor Robert-Alexander Bohnke, nach dem Abitur bei dem russischen Pianisten Professor Valentin Rybing an der Badischen Hochschule für Musik, Karlsruhe und bei Professor Jürgen Uhde an der Staatlichen Hochschule für Musik, Stuttgart. Tonsatz bei dem Pfitzner-Schüler Professor Gerhard Frommel (Meine Erinnerungen an den Tonsatzunterricht bei Gerhard Frommel) an der Staatlichen Hochschule für Musik, Stuttgart. Studium der Schulmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik, Stuttgart  und der Geographie an der Eberhard-Karls-Universität, Tübingen. 1. und 2. Staatsexamen für das Lehramt an Höheren Schulen. Musiklehrer am Leibniz-Gymnasium in Rottweil und am Martin Gerbert-Gymnasium in Horb. Seit 1964 verheiratet mit Elfriede Eckle, M.A., Übersetzerin und Autorin. Zwei Kinder: Dr. phil. Judith Eckle-Kohler (siehe auch YouTube und Amazon), Diplom-Informatikerin, und Prof. Dr. med.Tobias Eckle, Professor of Anesthesiology and Cardiology , (DGAI-Forschungsstipendium 2007, Heinrich Dräger-Preis für Intensivmedizin 2008, Spring 2008 Award of the Foundation for Anesthesia Education and Research (FAER)). Seit 2000, nach Erreichen der Altersgrenze, im Ruhestand.


Veröffentlichungen im Rundfunk, auf Schallplatte und CD

Modest Mussorgskij, Bilder einer Ausstellung (YouTube) und Meditation

1976 machte Heinz Jansen, Toningenieur und ehemals Bratschist im Kammerorchester von Edwin Fischer, im Südwest-Tonstudio mit den "Bildern einer Ausstellung" von Modest Mussorgskij meine erste Schallplattenaufnahme. Dieser Aufnahme liegt der Faksimile-Druck der "Bilder einer Ausstellung zugrunde"( Moskau 1975). Sie erschien 1977 bei Intercord und wurde 1988 auf CD überspielt. Die überspielte Gesamtaufnahme erschien, soweit mir bekannt ist, bei Mediaphon 1993 (siehe amazon.de) , Weltbild 1995 (siehe amazon.de) und Pilz 1992. Zahlreiche Teilveröffentlichungen u.a. die von zyx 1988 (siehe amazon.de ),  Mediaphon 1989, Deutsche Austrophon 1992 (siehe amazon.de ), Bell Recor 1999 (siehe  amazon.de), ArkivMusic, MP3S.ru, Madacy Records, Hybridmedia Versand, amazon.fr sind bis heute im Handel erhältlich (siehe Internet).

Bilder einer Ausstellung auf YouTube

Privataufnahme von Mussorgskijs Bilder einer Ausstellung aus dem Jahr 1975 auf YouTube

Franz Schubert, Sonate a-Moll D784 und Drei Impromptus D946

1977 machte Jansen, ebenfalls im Südwest-Tonstudio, meine zweite Schallplattenaufnahme mit der Sonate a-Moll D784 und den 3 Impromptus D946 (1828) aus dem Nachlaß von Franz Schubert. Diese Aufnahme erschien bei Mediaphon 1979. Eine Teilveröffentlichung bei Deutsche Austrophon 1987 (sonia), (siehe amazon.de oder music-cr.de)  ist im Handel erhältlich.

Klavierstücke von Modest Mussorgskij und Franz Liszt

Nach einem Vorspiel am 3.11.1966 beim Süddeutschen Rundfunk Stuttgart wurde ich von Professor Hans Müller-Kray als Mitarbeiter engagiert.
Für das Archiv machte ich  folgende Aufnahmen:
Am 28.März 1967:
Modest Mussorgskij: Intermezzo, Une plaisanterie, Au village, Une larme, Meditation, La couturiere, Pres de la Cote d`Azur, Sur la Cote d`Azur
Am 13.Juni 1969:
Franz Liszt, folgende Auswahl aus den"Transcriptions des soirees de Rossini": La promessa, L`invito, La gita in gondola, La pastorella dell`Alpi, La serenata, L`orgia.

Die Aufnahmen sind bisher in 59 Radio-Sendungen teilweise oder ganz verwendet worden.

Ludwig van Beethoven, Sonate e-Moll op.90 und Leos Janacek, Stücke aus "Auf verwachsenem Pfade"

Nach einem qualifizierenden Vorspiel beim Südwestfunk, Landesstudio Tübingen, spielte ich die Stücke in der Sendung "Junge Künstler musizieren" am 16.7.1962.
Die Aufnahmen sind nicht erhalten.


Konzerte und Klavierabende

Meinen ersten Klavierabend gab ich 1962 in Tübingen, zu dem der Musikwissenschaftler und Akademische Oberrat Dr. Helmut Weidhase im Schwäbischen Tagblatt vom 16. März 1962  eine Kritik schrieb, die Sie hier finden.

Von den wenigen Klavierabenden, die ich gab, waren herausragende Klavierabende für mich die Klavierabende in Karlsruhe 1963 und 1967, zu denen der Direktor der Musikhochschule, der Komponist Professor E. W. Velte in den Badischen Neuesten Nachrichten folgende Kritiken schrieb: Kritik vom 4. Dezember 1963, Kritik vom 22. Juni 1967.

Aus den wenigen Konzerten mit Orchester, die ich spielte, ragt die Interpretation des 5. Klavierkonzerts von Ludwig van Beethoven 1974 mit dem Tübinger Studentenorchester unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Sumski heraus. Zu diesem Konzert waren über 700 Zuhörer in die Horber Turnhalle gekommen.

Da seit Ende der 90iger Jahre durch fortschreitende Dystonie die Beweglichkeit meiner rechten Hand heute stark eingeschränkt ist, gab ich zu meinem 70. Geburtstag am 25. 11. 2005 einen Klavierabend mit Werken für die linke Hand mit Werken von Max Reger, Theodor Leschetizky, Johann Sebastian Bach und Alexander Skrjabin.


Buchveröffentlichung

Symmetrie der Weltaspekte, Anleitung zur Erforschung der allgemeinen und persönlichen Zukunft“, ist der Buchtitel meines Astrologiebuches (erschienen im  Logos Verlag Berlin, 1999, ISBN 3-89722-167-5).

 

Grundlagen meiner astrologischen Arbeit sind:

I

Die Strukturierung der Planetenstände im geozentrischen Abbild der Planetenkonstellationen mit Hilfe von Symmetrieachsen.

Es handelt sich dabei um ein Bündel von Symmetrieachsen, die durch fortschreitende Kreisteilung entstehen: 2-Teilung, 4-Teilung, 8-Teilung, 16-Teilung, 32-Teilung und 64-Teilung. Die symmetrischen Konstellationen in der 2-Teilung, der 4-Teilung, der 8-Teilung, der 16-Teilung, der 32-Teilung und der 64-Teilung werden in dem 5,62 großen Abschnitt der 64-Teilung untersucht. Dabei stellt man fest, dass die meisten Planeten in einem anderen Kontext stehen als im 360 Grad Kreis. Und wie die jahrzehntelange Erfahrung zeigt, haben die Planeten im Teilabschnitt der 64-Teilung eine besonders rasch zu erkennende Parallelität zur Lebenswirklichkeit.

II

Die Planeten, die Namen der altgriechischen und römischen Götter haben, repräsentieren Weltaspekte. Der Begriff Weltaspekt wurde von den Altphilologen und Religionswissenschaftlern W.F. Otto und Karl Kerényi verwendet und verweist auf die diesseitige, realistische Religion der alten Griechen und Römer. Bei W.F.Otto heißt es „Die Weltwirklichkeiten sind  . .  nichts anderes als Götter“. Im Gegensatz dazu beruhen die modernen Buchreligionen in ihren zentralen Inhalten meist auf sogenannten Glaubensinhalten.

In der astrologischen Praxis erkennt man den Zusammenhang zwischen Name und Sache, dass also Jupiter der Weltaspekt des Gedeihens oder Venus der Weltaspekt der Liebe und des Schönen ist. Der komplexe Inhalt der Götternamen zeigt zudem Zusammenhänge, die man ohne sie nicht erkennen würde. Karl Kerényi meint:“. . . mit einer antiken Gottheit hat man eine andere Welterfahrung als ohne sie.“ Den Zusammenhang zwischen Liebe und Blumen kennen wir. Aber warum das so ist, erfahren wir nur durch den Mythos, durch die Göttin Aphrodite, die sowohl der Liebesakt ist: „Ta aphrodisia“ als auch der Blütenzauber der Gärten: „Aphrodite en kepois“.  So Carl Friedrich von Weizsäcker: “Der Mythos zeigt den Zusammenhang der Dinge“.

Was Jupiter und was Venus ist, ist nach diesem Buch nicht das Ergebnis von dunkler willkürlicher Deutung, sondern das Ergebnis von religionswissenschaftlich fundierten Übersetzungen der Götternamen.

III

Neben den bekannten Planeten – Sonne und Mond inbegriffen – Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto verwendet Gerhard Eckle auch die hypothetischen Planeten von Alfred Witte und Friedrich Sieggrün, die sogenannten Transneptunplaneten Cupido, Hades, Zeus, Kronos, Apollon, Admetos und Vulkanus. Nach Eckle kann man ohne diese hypothetischen Transneptun-Planeten keine effektive astrologische Arbeit durchführen.

IV

Eine weitere und wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Übersetzungen eines Horoskops stimmen, ist vor allem die absolute Determination des gesamten Weltlaufs. Was Philosophen und was Buchreligionen zur Determination sagen, ist Meinung. Trotzdem soll ein Aphorismus von Georg Christoph Lichtenberg das Problem erhellen : „Ein Meisterstück der Schöpfung ist der Mensch auch schon deswegen, dass er bei allem Determinismus glaubt, er agiere als freies Wesen“. Auch astrologisch zeigt sich, dass unser Erleben von Freiheit eine Illusion ist, determiniert ist und parallel zu Jupiter (= Freiheit und Wachsen) und Vulkanus-

(= selbermachen, eingreifen und etwas bewegen) Konstellationen verläuft.

Determination ist nach diesem Buch keine Meinungs- oder Glaubensfrage, sondern das Ergebnis von vielen Horoskopuntersuchungen vergangener Ereignisse und vergangener Lebensläufe, die auf Grund objektiver Kriterien jederzeit nachprüfbar sind. Der Begriff Determination meint auf jeden Fall nicht totale Passivität, sondern ist Ausdruck dafür, dass alle Ereignisse so sein müssen, wie sie eintreffen.

Zum zeitlosen Widerstand gegen den Determinismus:
"Daß zuweilen eine falsche Hypothese der richtigen vorzuziehen sei, sieht man aus der Lehre von der Freiheit des Menschen. Der Mensch ist gewiß nicht frei, allein, es gehört sehr tiefes Studium der Philosopie dazu, sich diese Vorstellung nicht irreführen zu lassen, ein Studium, zu welchem unter Tausend, (die) nicht die Zeit und Geduld haben, und unter Hundert, die sie haben, kaum einer den Geist hat. Freiheit ist daher eigentlich die bequemste Form, sich die Sache zu denken, und wird auch allezeit die übliche bleiben, da sie so sehr den Schein für sich hat."   Georg Christoph Lichtenberg

Eine wichtige Arbeit zum Determinismus und zum Mythos ist der Vortrag "Freud und die Zukunft", den Thomas Mann  in Wien am 8.Mai 1936 zur Feier von Sigmund Freuds 80. Geburtstag gehalten hat.

Zum Determinismus siehe auch Gerhard Roth, "Fühlen, Denken. Handeln", Frankfurt am Main 2001

 


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